Rosenblum Senek

Der Junge im Schrank

Autor: Senek Rosenblum
Buchtitel: Der Junge im Schrank
Originaltitel: Der Junge im Schrank
Gebunden mit Schutzumschlag: 432 Seiten
Verlag: btb
Genre: Roman
Erstveröffentlichung: 2010

Klappentext

Rosenblum ist eines von ihnen. Die schrecklichen Erinnerungen an seine Kindheit im Krieg und das Wunder seines Überlebens haben ihn bis heute nicht losgelassen. Jetzt, mit über siebzig, hat er die Worte gefunden, das Unbeschreibliche zu erzählen als Zeitzeuge, mit dem Blick eines Kindes und dem Talent eines großartigen Erzählers. Ein tief berührendes Zeitzeugnis über eine verlorene Kindheit im Krieg, das trotz der drastischen Schilderungen durch seinen typisch jüdischen Humor besticht.


Meine Meinung

Romane über das Leben zu Kriegszeiten mag ich ja schon sehr, wahre Lebensberichte finde ich aber noch ne Spur härter. Es gab natürlich noch viel mehr Menschen, die nur wegen Religion oder einfach weil sie anders waren, im dritten Reich verfolgt wurden, aber natürlich wurden von keinen so viele umgebracht wie bei den Juden. Diese Kindheit ist wirklich ein Alptraum. Als er ganz klein ist, wird seine Familie in ein Ghetto umgesiedelt, wo sie noch relativ normal (im Gegensatz zu später) leben können, dann ändert es sich immer weiter zum schlechten. Sie müssen fliehen, die Mutter stirbt, die ständige Angst vorm Erwischtwerden, Hunger, Kälte, das Warschauer Ghetto, ein Versteckleben im Schrank (auch bei Fliegeralarm, wenn alle anderen in den Keller fliehen), ein Leben in einer von den Russen ausgebombten Stadt und immer fern von allen Verwandten, ganz auf sich gestellt, als kleiner Döttsken. Wirklich bewegend und man darf gar nicht so viel drüber nachdenken, was für eine Angst er gehabt haben muss. Ich bin so froh, dass wir so etwas nicht erleben mussten….


Fazit

5 Sterne


Statistiken

Gelesene Seiten: 432 Seiten
Lesezeit: 6 Tage
Preis: 3,49 € (Mängelexemplar)
Besuchte Kontinente: Europa
Besuchte Länder: Polen
Besuchte Orte: u.a. Warschau